Trotz intensiver Forschungsarbeiten konnten Erkrankungen des autistischen Formenkreises bisher nicht auf eine definierte Ursache zurückgeführt werden, Mediziner sprechen deshalb vom „Autistischen Syndrom“.
Der Psychiater Leo Kanner, Erstbeschreiber von Autismus als eigenständiger Erkrankung (1943), führte neben psychischen Problemen und typischen Verhaltensweisen auch eine Vielzahl körperlicher Symptome als typisch auf.
Psychiater der folgenden Jahre sahen die körperlichen Symptome als Folge der psychiatrischen Erkrankung und daher als nicht behandelbar an. Erst der Psychologe Bernhard Rimland, selbst Vater eines autistischen Sohnes, fand heraus, dass durch die Behandlung der körperlichen Symptome auch typische Verhaltensweisen weniger wurden oder ganz verschwanden. Dies war die Geburtsstunde der biomedizinischen Behandlung.
Zahlreiche Elternselbsthilfegruppen, vorwiegend in den USA, veranlassten Ärzte und Wissenschaftler, nach Behandlungsmöglichkeiten für ihre Kinder zu suchen.
Das Autismus Research Institute, ARI, in San Diego sammelt bis heute diese Forschungsarbeiten, aber auch die Bewertung der daraus resultierenden Anwendungen. Dabei erwiesen sich besonders diätetische Maßnahmen, Gabe von Spurenelementen, Mineralstoffen und Vitaminen, aber auch körpereigene Substanzen als erfolgreich, bei vergleichsweise geringen Nebenerscheinungen.
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