Neue Studie:
Ausreichend Vitamin K2 senkt das Arterioskleroserisiko um 20 Prozent

Die Arteriosklerose ist eine sich über Jahre und Jahrzehnte entwickelnde Degeneration des Arteriensystems. Es kommt zu einer Verdickung und Verhärtung der Gefäße, die sich verengen und ihre Elastizität verlieren. Die Erkrankung verläuft zunächst ohne Symptome, bis sie sich durch Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen, Thrombose oder den plötzlichen Tod bemerkbar macht. Trotz aller Fortschritte der Medizin sterben die meisten Menschen in den westlichen Industrienationen an den Folgen der Arteriosklerose.
Bisher gibt es keine Arzneimittel, die direkt gegen Kalkablagerungen wirksam sind. Die Medikamente, die zur Bekämpfung von Herz- und Gefäßerkrankungen entwickelt wurden, richten sich hauptsächlich auf die Senkung des Blutdrucks und des Cholesterins oder zielen auf eine Gefäßerweiterung und Blutverdünnung ab.
Um so interessanter war vor Jahren die Entdeckung, dass Vitamin K, insbesondere das Vitamin K2, eine entscheidende Rolle beim Verhindern von Kalkablagerungen an Gefäßwänden und Herzklappen spielt.
Eine Studie an Ratten an der Universität Maastricht konnte 2006 sogar zeigen, dass Vitamin K2 in einer höheren Dosierung die Verkalkung der Gefäße wieder rückgängig machen konnte.
Nun wurde in einer aktuellen Studie mit 564 älteren Frauen untersucht, welchen Einfluss Vitamin K1 und Vitamin K2 auf die Entwicklung einer Arteriosklerose haben. Die Frauen nahmen im Durchschnitt 217 Mikrogramm Vitamin K1 und 31,6 Mikrogramm Vitamin K2 zu sich. Lieferant für Vitamin K1 war hauptsächlich Gemüse. Das Vitamin K2 wurde durch Käse, Milchprodukte und Fleisch zugeführt.
Das interessanteste Ergebnis der Studie war, dass eine hohe K2-Aufnahme (45 Mikrogramm tägl.) das Risiko einer Gefäßverkalkung um 20% verringerte im Vergleich zu den Frauen, die nur 18 Mikrogramm täglich zu sich nahmen.
Der Vitamin K-Forscher Leon J. Schurgers von der Universität Maastricht kommentierte diese Studie sinngemäß folgendermaßen: „Diese Studie bestätigt wieder einmal, dass natürliches Vitamin K2 Herzkrankheiten verhindern kann.“

[Quelle: Beulens et al. High dietary menaquinone intake is associated with reduced coronary calcification. Atherosclerosis, 19. Juli 2008(Epub ahead of print)]

 

Darüberhinaus hilft Vitamin K2 beim Aufbau von Knochen und ist beteiligt an der Aufnahme von Kalzium in den Körper. Durch die Beifügung von Vitamin D (das die Aufnahme von Calcium in die Knochen verbessert) wird eine gute Synergie für die Erhaltung starker Knochen erzielt.

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