Verzehr von zu viel Omega-6-Fettsäuren schadet dem Darm
Hoher Verzehr von Omega-6 erhöht das Risiko von Colitis ulcerosa und Darmkrebs
Das Risiko einer Colitis ulcerosa wird durch eine hohen Verzehr von Omega-6-Fettsäuren (z.B. Sonnenblumenöl) mehr als verdoppelt. Dies ergibt eine Auswertung der europäischen EPIC-Studie über Krebs und Ernährung. Das Ergebnis bestätigt andere Untersuchungen, die auf die Bedeutung einer Balance in der Ernährung zwischen Omega-3- und Omega-6-Fetten verweisen. Die Auswertung der EPIC-Studie mit 203.193 Personen zeigt, dass die Teilnehmer mit dem höchsten Verzehr von Omega-6-Fetten ein 149% erhöhtes Risiko hatten, an Colitits ulcerosa zu erkranken. Dagegen sank das Risiko bei den Studienteilnehmern mit der höchsten Omega-3-Zufuhr um 77%. Eine mögliche Erklärung für diese Ergebnisse mag darin zu sehen sein, dass Omega-6-Fettsäuren als entzündungsfördernd gelten, während Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen. Reich an Omega-6-Fettsäuren sind Lebensmittel wie Sonnenblumenöl, Distelöl, Rind- und Schweinefleisch sowie Margarinen und Fastfood-Produkten.
In einer anderen Studie konnte gezeigt werden, dass eine erhöhte Zufuhr von Omega-6-Fetten das Darmkrebsrisiko stark erhöht. Eine Auswertung der Shanghai Women´s Health Studie mit 73.242 Teilnehmerinnen ergab, dass die Frauen mit dem höchsten Omega-6/Omega-3-Quotienten ein 95% erhöhtes Risiko hatten, an Darmkrebs zu erkranken.
[Quellen: Gut. 2009 Jul 23 [Epub ahead of print], Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 2009;18(8):2283-91]
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